BG Straßgang - Stift Rein

Steirische Geschichte

Es ist das älteste Zisterzienserkloster der Welt, das ohne Unterbrechung noch aktives Kloster ist und das wir zum Saisonabschluss im Juni besuchen durften. Herzlich begrüßt wurden wir in Rein von Pater August Janisch, durch das Stift geführt und den geschichtlichen Hintergrund erklärt hat uns Helga Gruber, die das schon 16 Jahre mit Begeisterung macht.

Die Zisterzienser gingen 1098 aus dem Orden der Benediktiner hervor, aber erst mit dem Eintritt von Bernhard von Clairvaux 1112 breitete sich der Konvent rasch aus. Bernhard wurde bereits 21 Jahre nach seinem Tod 1174 heiliggesprochen. Noch zu seinen Lebzeiten wurde 1129 durch Markgraf Leopold dem Starken (aus dem Geschlecht der Traungauer) das Stift Rein gegründet, in dem er später auch beigesetzt wurde, wie anthropologische Untersuchungen erst 2007 ergeben haben. Es war der Beginn der Steiermark die 1180 von Bayern und Kärnten losgelöst zum Herzogtum erhoben wurde.

Auf unserem Rundgang konnten wir Einblicke in die Gründerzeit des Klosters bekommen. Wir bewunderten die einfache aber wunderschöne barocke Stiftskirche, den großartigen Huldigungssaal, den Kreuzgang mit den Bildern aller Äbte, romanische Überreste u.a. Wir besuchten die Schreibstube der Mönche, haben erfahren wie mit Gänsekielen und Färbemittel viele der 1.000 Siegelurkunden, das Reiner Musterbuch sowie unzählige handgeschriebene Bücher in und für die Stiftsbibliothek (sie umfasst etwa 100.000 Objekte) hergestellt wurden. Wir hörten die Geschichte von Theuerdank (1 von 40 Exemplaren liegt hier vor), sahen den Keplertisch und die Grabplatte Ernst des Eisernen aus dem Hause Habsburg und Erzherzog von Steiermark. Wir hörten noch viele interessante Details von Helga Gruber, der unerschöpflichen Quelle und auch, dass es laufend Veranstaltungen und täglich 2 Führungen gibt (nachzulesen im Internet). Es war ein wunderbarer Besuch.

Viele von uns haben schließlich noch am Chorgebet der Mönche teilgenommen. Erwähnenswert ist auch, dass das Stift, wie alle benediktinischen Klöster, ein offenes Kloster für Besucher ist und darüber hinaus können Männer wenige Tage oder bis zu zwei Wochen mit den Mönchen leben und alles mitmachen oder selbst entscheiden, wie sie den Tag verbringen möchten.

Nach so viel steirischer Geschichte haben wir uns dann gerne auf eine Pause und Traditionellem in der Stiftstaverne gefreut.

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