Bezirkswandertag Ramsau

Ein Bezirk in Bewegung!

Nicht der ganze Bezirk Liezen war am vergangenen Freitag in Bewegung, aber ziemlich genau 320 Seniorinnen und Senioren aus 18 Gemeinden. 320 - zufällig so viele, wie die Bezeichnung der Bundesstraße durchs Ennstal lautet, also leicht zu merken.

Betreut mit der Durchführung des Bezirkswandertags war der Seniorenbund Ramsau am Dachstein. Natürlich waren Landes- und Bezirksspitze entsprechend vertreten. Landesgeschäftsführer Friedrich Roll ließ es sich ebenso wie Bezirksobmann Erich Zeiringer und Landesobmann-Stellvertreter Helmut Atzlinger nicht nehmen, die Veranstaltung zu besuchen.

Nach den Grußworten von Bürgermeister Ernst Fischbacher erklärten Obmann Dieter Reiter und Organisator Sepp Reich die vier verschiedenen zu bewältigenden Strecken und stellten die Wanderführer vor. Die Teilnehmer konnten aus vier Routen wählen: 3, 6 und 9 Kilometer lang und für die „Extremen“ die Aktivwanderstrecke über 530 Höhenmeter und rund vier Stunden Wanderzeit. Die Überraschung beim Obmann war groß, dass sich beim Aufruf zur letztgenannten Strecke der Vorplatz der Bergrettungsortsstelle der Platz bereits um ein Viertel leerte. Dieter Reiter sah sich damit bestätigt, dass man den Senioren durchaus auch anspruchsvollere Wanderungen und andere Sportausübungen zutrauen kann. In der Ortsgruppe Ramsau habe man „die Zeichen der Zeit erkannt und durch neue Aktivitäten der Tatsache Rechnung getragen, dass die Menschen von heute auch nach Beendigung der Berufszeit vielerlei Betätigungen suchen“.

So blieben für die „Sprintstrecke“ von drei Kilometern nur mehr rund 30 Personen über. Als ältester Teilnehmer mit 97 Jahren konnte dabei wieder die Bergsteigerlegende Sepp Strasser begrüßt werden. Für die Begleitpersonen ohne Wanderabsichten gab es eine Ortsrundfahrt, welche von Bürgermeister Ernst Fischbacher begleitet wurde. Auch eine Fahrt zum „Lodenwalker“ mit Betriebsbesichtigung stand auf dem Programm. Die Ortsgruppe mit der höchsten Teilnehmerzahl stellte übrigens wieder Öblarn mit 50 (!) Seniorinnen und Senioren.

Nach 14 Uhr füllte sich dann das Festzelt mit den zurückgekehrten Wanderern, denen die Zufriedenheit und Freude über die geschafften Kilometer anzusehen war. Das Musikantenpaar „Die 2 Steirer“ bewiesen, dass man mit Ziehharmonika und Tuba durchaus in der Lage ist, eine Musik mit angenehmer Lautstärke auch in einem größeren Rahmen zu machen. Sie sorgten dafür, dass das Zelt von den Gästen nicht gleich nach der Verlosung schöner Sachpreise verlassen wurde. Die Preise wurden in der Hauptsache von örtlichen und regionalen Betrieben und der Firma Neuroth als verlässlichem Partner zur Verfügung gestellt.

In abschließenden Grußworten dankten Obmann Dieter Reiter und Moderator Sepp Reich neben den Spendern der Preise und dem Bergrettungsdienst für die Überlassung des Festzelts vor allem ausdrücklich allen Mitarbeitern, ohne die eine reibungslose Abwicklung der Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Ramsau hat einmal mehr bewiesen, dass man durch Zusammenhalt und Zusammenspiel bewährter Kräfte sehr viel schaffen kann.

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