verfasst am Mittwoch, dem 13. November 2019

"Steiermark: Land der Talente!"

"Steiermark: Land der Talente!"

„Steiermark: Land der Talente!“

Unser Landeshauptmann im Interview: Seit der letzten Landtagswahl steht Hermann Schützenhöfer an der Spitze der Steiermark. Vieles hat er bereits umgesetzt, vieles hat er noch vor. Wir sprachen mit ihm über die Reformen der letzten Jahre und was er für die Zukunft noch geplant hat.

Herr Landeshauptmann, Sie haben nicht nur in der Steiermark, sondern in ganz Österreich den Ruf des Reformers. Wie kam es dazu?

Weil wir in der Steiermark nicht nur von Reformen reden, sondern sie auch umsetzen. Gemeinsam mit Franz Voves haben wir in der Reformpartnerschaft und dann mit Michael Schickhofer in der Zukunftspartnerschaft viel erreicht. Wichtig war, dass wir bedingungslos die Interessen des Landes in den Mittelpunkt gestellt haben.

Was waren die wichtigsten Schritte?

Wir haben bei uns selbst zu sparen begonnen, den Landtag und die Landesregierung verkleinert, Bezirke zusammengelegt und vieles mehr. Das Herzstück der Reformen war die Gemeindestrukturreform. Die war damals ja heftig umstritten. Heute sehen wir, dass diese Reform auch von vielen positiv gesehen wird, die damals dagegen protestiert haben. Aber da waren natürlich noch viele weitere. Sie reichen von der Verwaltung bis zur Gesundheit, aber alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen und außerdem liegt mein Augenmerk auf der Zukunft, nicht auf der Vergangenheit.

Sie können ja auf viele Reformen verweisen. Was macht die Gemeindestrukturreform so besonders?

Die Gemeindestrukturreform ist die wichtigste, weil auf ihr viele Schritte aufbauen, die wir in den letzten Jahren gesetzt haben. Dadurch, dass es jetzt stärkere Gemeinden gibt, wird vieles möglich, was früher nicht funktioniert hätte, weil die Gemeinden zu klein waren. Besonders im Bereich der Kinderbetreuung, bei den Kinderkrippen und Kindergärten gibt es jetzt viele Verbesserungen. Moderne Gebäude, längere Öffnungszeiten. Damit gibt es eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie in vielen Regionen, was mir ein großes Anliegen und wichtig für die Zukunft ist.

Dann fragen wir gleich ganz konkret: Wie schaut die Zukunft der Steiermark aus? Was ist Ihnen wichtig?

Das Wichtigste ist, dass die Menschen Arbeit haben, denn davon hängt alles ab!

Aber die Politik kann doch keine Arbeitsplätze schaffen, oder?

Das ist richtig. Wir können keine Arbeitsplätze schaffen, aber wir können – nein, wir müssen – alles dafür tun, dass die Rahmenbedingungen stimmen! Wir wollen, dass die Unternehmen hier bei uns investieren und damit Arbeitsplätze schaffen.

Wie kann das funktionieren?

Etwa indem wir auf Wissenschaft und Forschung setzen! Das ist der Schlüssel zu den Arbeitsplätzen der Zukunft. Ich will nicht, dass die Steiermark mit Billiglohnländern darum konkurriert, wo billiger produziert und die Umwelt mehr ausgebeutet wird. Ich will, dass sich die Unternehmen bei uns niederlassen, weil es nirgendwo auf der Welt so kluge Köpfe gibt wie in der Steiermark! Wir sind ein Land der Talente. Diese gilt es zu fördern und zu unterstützen. Das ist mir ein Herzensanliegen!

Gibt es da auch konkrete Beispiele?

Ja, die gibt es. Sogar in großer Anzahl. Heute hat fast jeder Mensch ein Smartphone, aber die wenigsten wissen, dass fast alle Handys mit steirischer Technologie funktionieren.

Für Flugzeuge und in der Raumfahrt gilt dasselbe. Auch bei den Umwelttechnologien sind steirische Unternehmen weltweit federführend.

Das heißt steirische Technologie trägt auch zum Klimaschutz bei?

Ja, genau! Klimaschutz durch Innovation, das ist der steirische Weg. Steirische Technologie spart heute weltweit schon 40-mal mehr CO2 ein, als die Steiermark ausstößt. Die Unternehmen des Green Tech Clusters sind global mit ihren innovativen Produkten erfolgreich. Diesen Weg will ich fortsetzen.

Was muss man tun, damit diese Erfolgsgeschichte weitergeht?

Wir müssen einen klaren Fokus auf Bildung und Ausbildung, Wissenschaft und Forschung legen. Das beginnt bei den Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen, reicht über eine exzellente Lehrlingsausbildung bis hin zu den Hochschulen. Seit ich Landeshauptmann bin, haben wir in diesen Bereichen schon sehr viel weitergebracht, aber wir haben auch noch viel Arbeit vor uns, die ich jetzt gerne weiterführen möchte!

Sie sprechen damit die Landtagswahl an, bei der Sie als sicherer Gewinner gelten. Sind Sie schon fix wieder Landeshauptmann?

Nein. Jetzt sind die Wählerinnen und Wähler am Wort. Ich bewerbe mich darum, die Steiermark auch in den nächsten fünf Jahren als Landeshauptmann zu führen, denn ich denke, dass es gerade in unruhigen Zeiten – Stichwort Trump, Brexit, schwächer werdende Konjunktur – Stabilität und Erfahrung braucht.

Das heißt Sie treten für die gesamte Periode an?

Ja, ich trete für fünf Jahre an! Und ich will in diesen fünf Jahren alles daran setzen, dass alle Steirerinnen und Steirer die bestmöglichen Chancen und Perspektiven für eine gute Zukunft haben.

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